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Schafe auf Sardinien – die wolligen Bewohner der Insel

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Schafe auf Sardinien gehören zum Landschaftsbild der Insel. Über drei Millionen Tiere leben auf der Insel – etwa doppelt so viele wie Menschen. Sie prägen das Landschaftsbild, die Landwirtschaft und die Kultur Sardiniens. Besonders wichtig ist ihre Milch, aus der unter anderem der bekannte Pecorino Sardo hergestellt wird. Doch auch traditionelle Weidehaltung, Transhumanz und die Verarbeitung der Wolle gehören zur jahrhundertealten Geschichte der sardischen Schäferei.

Wie viele Schafe leben auf Sardinien?

Rund 3,3 Millionen Schafe leben auf Sardinien. Damit gibt es auf der Insel etwa doppelt so viele Schafe wie Einwohner.

Vor allem im sardischen Hinterland gehören große Herden ganz selbstverständlich zum Landschaftsbild. Man begegnet ihnen auf Weiden, entlang von Landstraßen und gelegentlich auch mitten in kleinen Dörfern.

Warum gibt es so viele Schafe auf Sardinien?

Die Schafhaltung hat auf Sardinien eine jahrhundertealte Tradition. Das mediterrane Klima, große Weideflächen und Landschaften, die sich vielerorts gut für extensive Weidewirtschaft eignen, haben ihre Entwicklung begünstigt.

Besonders in Zentralsardinien ist die Schäferei bis heute ein wichtiger Teil des ländlichen Lebens. Wirtschaftlich steht dabei vor allem die Milchproduktion im Mittelpunkt.

Die Schafzucht ist deshalb nicht nur Tradition, sondern bis heute ein bedeutender Bereich der sardischen Landwirtschaft.

Die Sarda-Rasse – das sardische Schaf

Typisch für Sardinien ist die Sarda-Rasse, die sich im Laufe der Jahrhunderte perfekt an das Leben auf der Insel angepasst hat. Sie ist robust, genügsam und widerstandsfähig gegenüber Hitze und Wind – Eigenschaften, die sie ideal für die Weidehaltung in der mediterranen Macchia machen.

Zudem liefert sie eine besonders aromatische Milch, die Grundlage des bekannten Pecorino Sardo ist – eines der bekanntesten Produkte, das eng mit Schafen auf Sardinien verbunden ist.

Eine besondere sardische Schafrasse ist die Pecora Nera di Arbus. Charakteristisch ist ihre dunkle bis schwarze Wolle. Die Rasse ist eng mit dem Gebiet um Arbus im Südwesten Sardiniens verbunden.

Nachdem die schwarzen Schafe lange Zeit gegenüber den weißen Sarda-Schafen an Bedeutung verloren hatten, wird heute gezielt an der Erhaltung und Weiterzucht dieser alten sardischen Rasse gearbeitet.

Die Pecora Nera di Arbus ist damit ein besonderes Beispiel für die Vielfalt der traditionellen Tierhaltung Sardiniens.

Pecorino sardo Käse - meer sardinein urlaub

Wie heißt der sardische Schafskäse?

Einer der bekanntesten sardischen Schafskäse ist der Pecorino Sardo DOP. Er wird aus Schafmilch hergestellt und besitzt eine geschützte Ursprungsbezeichnung.

Die Milchproduktion ist der wichtigste Grund für die große wirtschaftliche Bedeutung der Schafhaltung auf Sardinien. Auch Schaffleisch wird genutzt, spielt im Vergleich zur Milchproduktion jedoch eine geringere Rolle.

Was bedeutet Transhumanz auf Sardinien?

Viele Herden leben noch immer in freier Weidehaltung. Dabei ziehen die Schäfer mit ihnen durch die mediterrane Macchia, und der saisonale Viehtrieb – die sogenannte Transhumanz oder „Tràmudas“ – ist tief in der sardischen Geschichte verwurzelt. Diese alte Tradition wurde von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt.

gewobene Stoffe und Wolle 1

Wofür wird die Wolle sardischer Schafe verwendet?

Die Wolle sardischer Schafe ist eher grob und robust und eignet sich weniger für weiche Kleidung. Früher war sie dennoch ein wertvoller Rohstoff und wurde unter anderem für die Herstellung traditioneller sardischer Teppiche und anderer widerstandsfähiger Textilien verwendet.

Heute hat sich ihre wirtschaftliche Bedeutung stark verändert. Da die Wolle nur geringe Erlöse erzielt und ihre Verarbeitung Kosten verursacht, wird sie in der sardischen Schafhaltung häufig eher als Reststoff denn als wertvolles Produkt betrachtet.

Umso interessanter sind Projekte, die der sardischen Schafwolle wieder einen Nutzen geben. Aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaften kann sie beispielsweise zu Dämmmaterial verarbeitet werden. Damit wird aus einem heute vielfach wenig geschätzten Nebenprodukt wieder ein regionaler Rohstoff – ähnlich wie früher, als die robuste Wolle für Teppiche und andere langlebige Erzeugnisse genutzt wurde.

Schafe Sardinien – Teil des Inselalltags

Wer über Sardinien fährt, wird sie nicht übersehen können. Denn Schafe Sardinien sind Teil des täglichen Lebens und Sinnbild für Ruhe, Naturverbundenheit und Beständigkeit – Werte, die die Insel so besonders machen.

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