Sardinien lässt sich wunderbar mit dem Zug auf Sardinien entdecken.
Die Bahn in Sardinien bietet eine ruhige und authentische Möglichkeit, die Insel zu bereisen – vorbei an grünen Ebenen, kleinen Dörfern und weiten Küstenlandschaften.
Zudem sind Züge klimafreundlich und eine entspannte Alternative zum Auto oder Mietwagen.
So erlebt man die Insel in einem angenehmen Reisetempo und sieht Seiten, die vielen verborgen bleiben. Die Fahrt von Cagliari nach Porto Torres dauert beispielsweise etwa 3 Stunden und 45 Minuten.
Mit dem Auto benötigt man für dieselbe Strecke rund zweieinhalb Stunden – ein gutes Beispiel dafür, dass Bahnfahren auf Sardinien etwas mehr Zeit braucht, dafür aber landschaftlich umso reizvoller ist.
Zug Sardinien: die Verbindungen
Der Zugverkehr wird von Trenitalia und der ARST (Azienda Regionale Sarda Trasporti) betrieben.
Das Hauptnetz verbindet Cagliari, Oristano, Macomer, Sassari und Olbia.
Im Norden führt die Bahnlinie bis Golfo Aranci, wo der Bahnhof direkt am Fährterminal liegt – ideal für Reisende, die mit der Fähre ankommen.
Im Süden hingegen befindet sich am Flughafen Cagliari-Elmas eine eigene Bahnstation mit direkter Verbindung zum Hauptbahnhof Cagliari.
Züge verkehren regelmäßig, Tickets sind über die Trenitalia-App, an Automaten oder Bahnhöfen erhältlich.
Bei ARST-Strecken müssen Fahrscheine meist vor dem Einsteigen entwertet werden – Automaten stehen am Bahnsteig.
Bahnanschluss für Reisende mit Fähre oder Flug
Wer mit der Fähre oder dem Flugzeug auf Sardinien ankommt, kann die Bahn bequem nutzen, um weiterzureisen.
- In Golfo Aranci Marittima liegt der Bahnhof direkt am Terminal – von hier führen Züge über Olbia, Oristano und Macomer bis nach Cagliari.
- In Porto Torres ist der Bahnhof nur rund 800 Meter vom Hafen entfernt und bietet Anschluss nach Sassari und weiter in den Süden.
Auch Flugreisende profitieren vom Schienennetz:
- Der Bahnhof Elmas Aeroporto am Flughafen Cagliari ermöglicht eine direkte Verbindung ins Stadtzentrum.
- In Alghero fährt eine Regionalbahn der ARST nach Sassari, wo Anschluss an das Hauptnetz von Trenitalia besteht.
Zug auf Sardinien oder Bus – die beste Kombination
Auf Sardinien ergänzen sich Bahn und Bus perfekt.
Während Züge die großen Städte verbinden, bringen Busse Reisende in kleinere Dörfer, Badeorte und Bergregionen.
Zum Beispiel: Vom Bahnhof Cagliari bestehen direkte Busverbindungen der ARST zu vielen Orten im Süden.
Mehr praktische Tipps findest du im Artikel „Bus Sardinien“, der hilfreiche Informationen zu Tickets und Fahrplänen bietet.
Trenino Verde – Der grüne Zug Sardiniens
Ein besonderes Erlebnis für Bahnliebhaber ist der Trenino Verde, der „kleine grüne Zug“ Sardiniens.
Er fährt auf historischen Schmalspurbahnen durch das wilde Herz der Insel – vorbei an Wäldern, Bergen und abgelegenen Dörfern.
Die nostalgischen Wagen rattern gemächlich über Viadukte und durch Tunnel, während sich weite Panoramen öffnen.
Jede Strecke hat ihren eigenen Charme:
- Mandas–Arbatax: ca. 159 km, vom Hochland bis ans Meer, mit spektakulären Ausblicken
- Isili–Sorgono: ca. 83 km, durch ursprüngliche Berglandschaften
- Macomer–Bosa: ca. 46 km, entlang des Flusses Temo bis zur Westküste
Der Trenino Verde verkehrt saisonal, meist von Mai bis Oktober, und wird von der ARST betrieben.
Fahrpläne und Buchungen gibt es auf arst.sardegna.it oder in Tourismusbüros.
Wer Zeit mitbringt, erlebt hier eine der schönsten Bahnfahrten Italiens – entschleunigt, authentisch und voller Charme.
Sardinien ohne Auto – nachhaltig und entspannt reisen
Wer Sardinien nachhaltig entdecken möchte, kann Zug- und Busverbindungen flexibel kombinieren.
Die Bahn verbindet die großen Städte, während Busse viele kleinere Orte erschließen.
So lässt sich die Insel bequem, umweltfreundlich und stressfrei bereisen – ideal für alle, die entschleunigt reisen möchten.